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Heute wurden die Ergebnisse der langwierigen Verhandlungen zur Reform der Tarife der Wiener Linien vorgestellt: Die Jahreskarte wird deutlich billiger, während für Einzelfahrscheine ab 1. Mai 2012 ein höherer Preis als bisher zu bezahlen ist.
Stammkunden zahlen in Zukunft statt derzeit 449 Euro nur noch 365 Euro für die Jahreskarte, das entspricht einer Preissenkung um knapp 19 Prozent. Etwas teurer ist der Preis der Jahreskarte bei monatlicher Abbuchung: Er beträgt zukünftig 375 Euro statt derzeit 458 Euro. Fahrgäste, die ihre Jahreskarte vor dem 1. Mai 2012 kaufen, bekommen die Differenz bis zum Auslaufen ihres Tickets anteilsmäßig zurückerstattet. Die ermäßigte Jahreskarte für Senioren kostet so wie bisher 224 Euro. Bereits ab 1. Jänner 2012 gibt es hier allerdings eine Anpassung beim Anspruchsalter: Die Senioren-Jahreskarte ist ab dann für Frauen und Männer ab 60 Jahren erhältlich (derzeit für Männer erst ab 65). Bis zum Jahr 2022 wird das Anspruchsalter für beide Geschlechter schrittweise auf 65 Jahre erhöht. Die Monatskarte wird um rund 9 Prozent verbilligt: Sie kostet ab 1. Mai 2012 nur noch 45 Euro statt derzeit 49,50 Euro. Geringfügig teurer wird die Wochenkarte, für die in Zukunft 15 statt derzeit 14 Euro zu bezahlen sind (plus 7 Prozent). Der Einzelfahrschein wird um 20 Cent teurer und kostet statt derzeit 1,80 Euro ab Mai 2012 genau 2 Euro. Eine Einzelfahrt wird damit um etwa 11 Prozent teurer. Die letzte Tarifanpassung gab es im Jahr 2009, bei der sich der Einzelfahrschein von 1,70 Euro auf 1,80 Euro verteuerte. Deutlich teurer – nämlich um rund 22 Prozent – wird die 8-Tage-Klimakarte, die statt 28,80 Euro zukünftig 33,80 Euro kosten wird. Änderungen ergeben sich auch für Studenten: Derzeit kostet das vier Monate lang gültige Semesterticket für Studenten die Familienbeihilfe beziehen bei Hauptwohnsitz in Wien haben 50,50 Euro, bei Hauptwohnsitz außerhalb Wiens genau 100 Euro. Studenten die keine Familienbeihilfe beziehen können bis 26 Jahre unabhängig vom Wohnort ein Semesterticket um 128,50 Euro erwerben. Ab dem Wintersemester 2012 spielt der Bezug der Familienbeihilfe beim Preis des Semestertickets keine Rolle mehr: Für in Wien wohnende Studenten kostet es zukünftig 75 Euro, für nicht in Wien Gemeldete 150 Euro. Die Semestertickets werden damit zwar deutlich teurer, allerdings sind sie in Zukunft fünf Monate gültig. Die Nachmittagsbildungskarte für Schüler ohne Anspruch auf Schülerfreifahrt gilt ab 1. Mai 2012 von Montag bis Freitag ab 12 Uhr und am Samstag ganztägig. Auch Fahrten für Lehrausgänge und andere Schulveranstaltungen sind in Zukunft inkludiert. Eine Reduktion um 100 Prozent gibt es beim Tarif für die Fahrradmitnahme in der U-Bahn: Derzeit kostet sie 90 Cent pro Fahrt, ab Mai 2012 ist sie kostenlos. Ob es zu Tarifänderungen bei anderen Fahrscheinen wie etwa dem Halbpreis-Fahrschein oder der 24-Stunden-Karte kommen wird ist derzeit noch nicht bekannt. Deutlich teurer wird es für Schwarzfahrer: Wer sich erwischen lässt, muss statt derzeit 70 Euro ab Mai 2012 100 Euro bezahlen. In Zukunft werden die Tarife der Wiener Linien an die allgemeine Teuerung gekoppelt, womit große Preissprünge vermieden werden sollen.
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