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Heute begannen die Bauarbeiten für die Gleisverbindung zwischen Stadiongasse und Schmerlingplatz, die den Zügen der Straßenbahnlinie 2 in Zukunft bei Behinderungen auf der Ringstraße das Wenden in der von den Linien 46 und 49 benützten Bellariaschleife ermöglicht.
Derzeit ist die Schleife bei der U6-Station Josefstädter Straße von Ottakring kommend die letzte Umkehrmöglichkeit vor dem Ring, der Streckenabschnitt im 8. Bezirk ist ca. 30 bis 40 Mal pro Jahr ersatzlos eingestellt. An solchen Tagen ist nicht nur die Josefstädter Straße ohne Straßenbahnverkehr, auch die Anrainer der Linie 2 im 16. Bezirk verlieren die direkte Verbindung in die Innenstadt. Ein Schienenersatzverkehr wird üblicherweise nicht angeboten, es wird auf die parallel führende Linie 46 verwiesen. Eine Ausnahme gab es während der Fußballeuropameisterschaft im Sommer 2008: Da die Straßenbahn - damals noch die Linie J - wegen der Fanzone am Ring über ein Monat lang nicht verkehren konnte, pendelten Autobusse zwischen den U-Bahn-Stationen Josefstädter Straße und Volkstheater.
Doch auch ohne eine einmalige Großveranstaltung wie der Euro 2008 müssen die Bewohner des 8. Bezirks oftmals auf die Linie 2 verzichten: Zu den fixen Veranstaltungen wie Österreich-Radrundfahrt, Vienna City Marathon oder Regenbogenparade kommen auch zahlreiche Demonstrationen hinzu.
Die 170 Meter lange Gleisverbindung verläuft hinter dem Parlament in der Reichsratsstraße. In Summe werden 3,5 Mio. Euro in dieses Bauvorhaben investiert, von dem jährlich mindestens 150 000 Fahrgäste profitieren. In den Baukosten sind neben der eigentlichen Straßenbahnstrecke auch Begleitmaßnahmen wie beispielsweise der Austausch der Gas- und Wasserrohre oder die neue Ampelanlage an der Kreuzung mit der Stadiongasse eingerechnet. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Mitte Dezember 2009 abgeschlossen sein.
Einige Anrainer der Reichsratsstraße schlossen sich zu einer Bürgerinitiative zusammen um den Gleisbau noch zu verhindern. Sie befürchten durch die Straßenbahnstrecke eine Zerstörung des historischen Ensembles und kritisieren die Investition als unnötige Steuergeldverschwendung. Doch auch eine Demonstration am vergangenen Mittwoch konnte das Bauvorhaben nicht stoppen: Letzte Woche erhielten die Wiener Linien die Bewilligung durch die zuständige Eisenbahnbehörde der Stadt Wien.
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