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umweltretter

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Samstag, 28. April 2012, 19:54

Diskussion um Jobticket

Zitat

Original von http://derstandard.at/1334796201887/Ausw…-Beschaeftigten

Ausweitung der Jobtickets
Steuerfreies Öffi-Ticket für alle Beschäftigten
25. April 2012, 16:14

Die Anbindung an das Pendlerpauschale soll wegfallen und eine Steuerbegünstigung für alle Angestellten möglich sein

Wien - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) fordert in ihrer Funktion als Chefin des ÖVP-Arbeitnehmerbunds (ÖAAB) kostenlose Öffi-Tickets für alle rund 3,5 Millionen unselbstständig Beschäftigten in Österreich. Das berichtet die Gratiszeitung "Heute" am Mittwoch. ÖAAB-Generalsekretär Lukas Mandl bestätigt dies gegenüber der APA.

Derzeit bekommen nur solche Arbeitnehmer steuerbegünstigte "Jobtickets", die Anspruch auf zumindest das kleine Pendlerpauschale haben. Voraussetzung dafür ist eine Distanz von zumindest 20 Kilometern zwischen Wohn- und Arbeitsort.

Wirtschaftskammer begrüßt Vorschlag

Seitens der Wirtschaftskammer (WKO) wird der Vorschlag positiv aufgenommen. Erik Wolf, Geschäftsführer der Bundessparte Verkehr und Transport, sieht darin eine stärkere Motivation zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmittel. Gegenüber derStandard.at meinte er: "Wir können mit dem Vorschlag sehr gut leben. Dadurch entsteht durchaus eine Win-Win-Situation und eine Bewegung weg vom Individualverkehr kann stattfinden."

Es gehe dabei allerdings nicht um eine Einführung von gratis Öffi-Tickets, sondern nur darum, dass die Bindung an die 20-Kilometerregel wegfällt, und die Tickets damit für alle steuerlich begünstigt sind: "Wenn die Tickets für alle Beschäftigten gratis wären, stellt sich für mich die wichtige Frage nach der Finanzierung. Das würde dann den Unternehmen aufgebürdet, was für uns nicht wünschenswert ist." Auch die Nutzung des Tickets solle weiterhin freiwillig bleiben. Sollte der Vorschlag in der Form umgesetzt werden, würde das außerdem nicht nur für Wien, sondern für alle Ballungsgebiete gelten.

Der ÖAAB greift mit seiner Forderung nach einem Öffi-Ticket für alle Arbeitnehmer eine Idee des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) auf. Auch die Verkehrsgewerkschaft Vida und die Grünen befürworteten die VCÖ-Idee, dass auch jene Beschäftigten Anrecht auf eine steuerbegünstigte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel haben sollten, die kein Anrecht auf Pendlerpauschale haben.

Auf freiwilliger Basis

Seit Jänner 2011 sind vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Fahrkarten steuer- und sozialversicherungsfrei, aber eben nur dann, wenn die betroffenen Arbeitnehmer Anspruch auf Pendlerpauschale haben. Genau diese Bindung an das Pendlerpauschale soll mit dem Vorschlag wegfallen.

ÖAAB-Generalsekretär Mandl betonte, dass kein Unternehmen dazu gezwungen werden solle. "Das soll auf freiwilliger Basis erfolgen." Für Beschäftigte würde es ein "interessantes Goodie" darstellen - und darüber hinaus die Umwelt schonen, so Mandl.

Bei der Industriellenvereinigung war auf Anfrage von derStandard.at am Mittwoch niemand erreichbar. (APA/ctrl, derStandard.at, 25.4.2012)

Zitat

Original von http://www.heute.at/news/wirtschaft/art23662,697429

Vorstoß von Mikl-Leitner
Fahren 3,5 Mio. Bürger bald gratis mit Öffis?

Dieser Vorschlag könnte den Arbeitsweg für die 3,5 Millionen unselbstständig Erwerbstätigen revolutionieren. Ministerin Johanna Mikl-Leitner fordert in ihrer Funktion als Chefin des VP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB Steuervorteile für Firmen, die Mitarbeitern Öffi-Tickets zahlen.

Bisher können „Jobtickets“ nur jenen 250.000 Arbeitnehmern angeboten werden, denen das kleine Pendlerpauschale zusteht. Voraussetzung ist eine Mindestdistanz von 20 Kilometern zwischen Wohnort und Arbeitsstätte. In Großstädten wie Wien und Linz, wo die Distanzen meist darunterliegen, profitieren wenige. „Wir möchten diese Einschränkung abschaffen, damit alle arbeitenden Menschen in den Genuss eines Jobtickets kommen können“, greift ÖAAB-Bundeschefin Mikl-Leitner im Heute-Gespräch eine VCÖ- Idee auf, die auch die Grünen unterstützen.

Bis zu 3,5 Millionen Österreicher könnten Gratis- Fahrscheine erhalten. Firmen, die ihren Mitarbeitern Tickets bezahlen, sollen die Kosten dafür von der Steuer absetzen können. „Kein Unternehmen soll gezwungen werden“, betont ÖAAB-General Lukas Mandl. Da sie vom Steuerzuckerl profitieren würden, geht Wiens ÖAAB-Chefin Tamandl von einer hohen freiwilligen Beteiligung in der Hauptstadt aus.